satanismus

Zurück

 Satanismus

Satanismus ist die Bezeichnung für jegliche Verherrlichung und Verehrung Satans als das widergöttliche Prinzip. Oft wird der Satanismus verknüpft mit Praktiken der Alchemie und der schwarzen Magie. Bei schwarzen Messen wird mit obszönen Riten und blutrünstigen Perversionen die christliche Messe parodiert und dabei der Teufel verehrt. Satanismus hat psychologische und soziale Ursachen und tritt sehr oft in der Nähe rechtsradikaler Aktivitäten auf.

Der moderne Satanismus geht auf Aleister Crowley und den Ordo Templi Orientis (O.T.O.) zurück. Hier finden sich auch die Grundregeln des ritualisierten Satanismus und der Schwarzen Messen.

Geschichte

ca. 600 v. Chr.

Zarathustra (= Zoroastres) verkündet in Persien die dualistische Lehre eines guten und eines bösen Geistes.

ca. 500 v. Chr.

Erste Erwähnung „Satans" (hebr. = Widersacher, Ankläger) in einem biblischen Text. Satan spielt die Rolle eines himmlischen Anklägers der Menschheit. Von dieser ersten Erwähnung als Funktionsträger Gottes (Ankläger) entwickelt sich das Bild in späteren Schriften immer stärker zur Rolle eines ganz und gar bösen Wesens und Widersacher Gottes. Insgesamt spielt der Satan keine große Rolle in den Texten des Alten Testamentes. Auch die Oberhoheit Gottes wird nie in Frage gestellt.

ca. 100 v. Chr.

Im Buch der Weisheit wird das griechische Wort diabolos (=Teufel) verwendet. Der Teufel/Satan wird gleichgesetzt mit der Paradiessschlange der früher entstandenen Genesistexte. (Buch der Weisheit und Genesis sind zwei Bücher der Bibel)

ca. 50-100 n. Chr.

In den entstehenden Schriften des Neuen Testamentes wird die Macht des Widersachers schon als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Die zur Zeit Jesu verbreitete Sicht des Satans (und der Dämonen) taucht in neutestamentlichen Texten als satanische Verführung zur Sünde und dämonische Besessenheit auf.

1448

In der „Hexenbulle" (Papst Innazent VIII.) wird festgestellt, dass Hexen mit dem Teufel im Bunde stehen.

1575-1700

Im europäischen Hexenwahn werden Hunderttausende von vermeintlichen Hexen umgebracht.

um 1670

In höchsten Gesellschaftskreisen entwickelt sich ein Teufelskult mit blasphemisch (Gott lästernd) obszönen Ritualen. Madame de Montespan, Geliebte des französischen Königs Ludwig XIV., läßt Schwarze Messen abhalten, um die Gunst des Königs wiederzuerlangen. Dabei werden über einer nackten Frau auf dem Altar Kinder geschlachtet.

19. Jahrhundert

Schriftsteller zeigen Interesse für Satan als Befreier von überkommener Moral und gesellschaftlichen und kirchlichen Zwängen.

1875-1947

Aleister Crowley entwickelt eine neugnostische Lehre der schrankenlosen Lustentfaltung. Dieser biologische, nicht geistige, Lebensdrang ist für ihn höchstes Urprinzip. Sein Hauptgebot ist: "Tu was Du willst!" Obwohl es sich bei Crowleys Lehre und Praxis nicht um eine religiöse Verehrung Satans handelt, spielt „Satan" doch eine bedeutende Rolle. Nachdem er einen Frosch, dem er den Namen Jesus gab, gekreuzigt hat, bezeichnet sich Crowley selbst als Wiedergeburt Satans ("The Beast - 666")

Auf Sizilien gründet er die „Abtei Thelema" (=Wille). Hier werden sexualmagische Riten und Tieropfer praktiziert. Menschenopfer können Crowley nicht nachgewiesen werden. Opfer und orgiastische Riten sollen vor allem der Entfaltung und Nutzbarmachung kosmischer Energie und der Bewusstwerdung der eigenen Gottheit dienen. Gegen Ende seines Lebens zeigt Crowley deutliche Sympathien für Hitler und seinen Umgang mit den Schwachen. Crowley starb, geistig verwirrt und durch seinen exzessiven Drogenkonsum geschwächt 1947.

Leben und Werk Crowleys sind die Grundlage der meisten Spielarten des modernen Satanismus.

1945

Beim kalifornischen Ableger des Crowley-Ordens O.T.O. taucht L. Ron Hubbard auf. Er beteiligt sich an den Versuchen mit einer passenden Frau (rothaarig, grüne Augen) ein „Moonchild" (=Mondkind, magisches Kind) zu zeugen. Mit der später gegründeten „Scientology-Church" hat Hubbart mehr Erfolg.

30.04.1966

Anton Szandor La Vey (der Satan im Film „Rosemary´s Baby") gründet in der Walpurgisnacht die kalifornische „Church of Satan". Zur Gründergeneration gehört auch die Schauspielerin Jane Mansfield, die vor allem an den sexualmagischen Riten interessiert ist.

Die „Church of Satan" praktiziert einen blut- und drogenarmen Satanismus, bei dem aus Crowleys „Tu was du willst" ein „Mach was dir gefällt" geworden ist. Dazu gehören auch Experimente mit Nazi-Ritualen. Sie ist in Kalifornien offiziell als Religion anerkannt.

9.8.1969

Die schwangere Schauspielerin Sharon Tate wird zusammen mit vier anderen Menschen in ihrer Villa in Los Angeles ermordet. Polizisten sagen, die Schwangere sei regelrecht geschlachtet worden. Als Täter werden später Charles Manson und seine weiblichen Anhängerinnen festgenommen. Charles Manson hält sich für eine Wiedergeburt Crowleys und die Verkörperung von Satan und Jesus zugleich.

seit 1970

Der 1949 in Berlin geborene Michael Dietmar Eschner, sieht sich als Wiedergeburt Crowleys und praktiziert eine Kopie des Crowley-Satanismus.

1982 wird in Berlin der Thelema-Orden gegründet. Weil es Ärger mit Berliner Behörden gebt, zieht Eschner mit Anhängerschaft in die Gegend von Lüchow-Dannenberg. Der Orden ist aufgelöst. Die Mitglieder sind jetzt im „Netzwerk Telema" organisiert. Druckerei und Verlag sollen das thelemitische Gedankengut verbreiten.

Anhänger werden z. T. ahnungslos über „Nezwerk-Aktionen" wie Freizeit-, Telefon- und Computerclubs an Thelema herangeführt. Im Netzwerk selbst geht es munter zu: Am 3.7.1992 wird Escher wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Körperverletzung vom Landgericht Lüneburg zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

1.7.1976

Die Studentin Anneliese Michel stirbt an Unterernährung und einer dadurch begünstigten Lungenentzündung. Anneliese Michel hielt sich selbst für „besessen". Zwei katholische Priester versuchen, sie durch Exorzismus von der Teufelsbesessenheit zu befreien. Sie müssen sich später vor Gericht dafür verantworten, keinen Arzt hinzugezogen zu haben, der den Hungertod hätte verhindern können.

29.4.1993

Drei jugendliche Hobby-Satanisten in Sondershausen experimentieren mit Schwarzen messen, Horror-Videos, Black-Metal-Musik und Mord: Der fünfzehnjährige Sandro Beyer wird erdrosselt. Einen Tag später: Walpurgis-Party

 

Das Pendant 666 oder Das Ende der Menschheit?

Es gibt viele verschiedene Deutungen für das 666-Cross oder das 666 Pendant.
Aber alle laufen auf das selbe Ziel hin. Es ist Böse und mit dem neuen Jahrtausend nähert sich das Ende der Menschheit.

Das 666-Pendant steht immer in Verbindung mit Satan. Dam absoluten Bösen. Er verkörpert das böseste Wesen der menschlichen Psyche oder der Realität? Fakt ist zum einen der 666-Kult. Die Anhänger glauben an das Ende der Menschheit, daß sich zur Jahrtausendwende nähert. Sie glauben außerdem an die Hölle nach dem Leben. Eine "andere" Form des Lebens. Nicht an den Schmerz und die Qualen der Hölle, sondern an eine neue Art der Erlösung. "Lieber mit Satan einsam die Hölle regieren, als im Himmel Gott zu dienen". 

Es gibt verschiedene Zeichen für den Satanskult. Zum einen das 666-Cross, ein schwarzes Cruzifix das mit der Nostri (Spitze) in Richtung Boden, also zur Hölle zeigt und das berühmte dämonische Pentagramm. Man kann es daran erkennen, daß der Körper auf einem einzigen Spitz steht, daß soll den dämonischen Satanskopf darstellen. Ähnlich einem Ziegenkopf. Daher auch der Ausdruck der Gehörnte. Das andere Pentagramm, daß sich auf 2 ganzen Beinen darstellt ist ein schützendes Pendant. Es soll laut dem allgemeinen Glauben vor Satan schützen, es beschwört nicht.

Viele der Satanisten-Kult Anhänger glauben daran, daß sie sich ihr Zukommen in die Hölle mit verschiedenen Blutopfern "erkaufen" können. Der wahre Satanist aber hält sich nur von geheiligten Orten und Plätzen fern. Er huldigt seine Ehrerbietung in aller Stillt. Möglicherweise durch eine 666 - Markierung oder durch ein aufgehängtes 666-Cross oder auch durch ein gekipptes Jesus-Kreuz.

Nun zu den Bedeutungen oder Aberglauben des 666 - Kultes. Die Meinungen über Satan und den Kult teilen sich an genau dieser Stelle in 2 völlig verschiedene Richtungen. Es ist schon seltsam, daß eine solche satanische "Religion" aus solch verschiedenen Ursprüungen entstehen konnte. Zum einen wird behauptet, daß Satan lediglich ein sogenannter "Gefallener Engel" ist. Es heißt das es Engel mit einer so grausamen Bosheit gibt, die durch Gott verbannt und zurück auf Erden geschickt werden. Da aber der Tod diese Engel bereits ereilt hat, sind sie nur noch körperlose Seelen, die keinen Halt auf der materiellen Erde haben. Ihre "Flügel" verbrennen und die Seelen werden in die spirituelle Welt auch bekannt unter dem Namen Hades oder Hölle gezogen. Hier verbleichen die Seelen so lange bis sie durch ein bestimmtes Ritual z.B. durch das Vater unser im dämonischen Pentagramm zurück auf die materielle Erde hinein in einen vorhandenen Menschenkörper reanimiert werden. Fortan wandert Satan auf erden in einem menschlichen Körper, bis dieser auf natürliche Weise sein Ende findet. Danach zieht es die Seele zurück in ihr spirituelles dasein. Um die Seele zu erlösen bedarf es einer Austreibung. 

Laut der Erzählung ist Satan, wie wir ihn nennen also ein gefallener Engel. Er ist aber nicht der einzige. Es gab bisher 17 weitere gefallene Engel. Für andere Völker sind diese gefallenen Engel auch Götter. Man ist sich nicht sicher ob das plötzliche dämonische Handeln manacher Menschen auf eine Besessenheit eines gefallenen Engels zurückzuführen ist. Fakt wiederum ist, daß es schon im 15. Jahrhundert teufelsaustreibungen und Hexenverbrennungen gab. Möglicherweise waren eben diese Menschen im Besitz eines Teufels. Das Pendant 666 steht in diesem Fall für die 18. Satan ist demnach der 18. gefallene Engel. Niemand weiß, wieso diese 18 in 3 gleiche Teile geteilt wurde. Die Erzählung sagt weiterhin aus, daß der 18. Engel im letzten Jahr des Jahrtausends leibhaftig wird. In gestalt einer wunderschönen Frau. Im Buch des Todes heißt es: "Near the end of a millenium, satan will return and walk amongst us not as beast but beauty". ...und er wird richten die ganze Menscheit noch am Tage des Neuanfangs. 

Es gibt viele Prophezeihungen, daß sich die Erde mit dem Jahrtausendwechsel ihrem Ende nähert. Vielleicht ist es aber nur die Menscheit, die von der Erde verschwindet?

Eine andere Bedeutung des 666.Kultes ist ähnlich. Sie stammt von anderen Wurzeln ab läuft aber im wesentlichen auf das selbe hinaus. Die Menscheit geht im letzten Jahr des Jahrtausends zugrunde. Durch die Hand Satans. In diesem Fall steht 666 für 999 was es umgedreht darstellt. Man leitet das davon ab, weil genau das gewendete Bild für den Gegensatz spricht: Kreuz - 666-Cross, Schützendes Pentagramm - beschwörendes Pentagramm, 666-999. Man leitet nun von dieser Zahl das Jahr 1999 ab. Das Jahr in dem die Menscheit ausgelöscht wird. Es wird hier aber nicht von Satan in menschlicher Gestalt, nein eher von Satan in Gestalt einer Katastrophe gesprochen. Vielleicht eine Naturgewalt? 

Es läuft also immer darauf hinaus, daß sich das Ende der Menschheit nähert. Satan wird von vielen angebetet - auf verschiedenste Art und weise. Viele wissen nicht, was sie da eigentlich tun. Jeder kann sich sein eigenes Bild von Satan und dem satanischen Kult machen. Tatsache ist aber, daß verschiedene Prophezeihungen und wissenschaftlich belegte Untersuchungen auf ein großes Ereignis zur Jahrtausendwende hinweisen. Und möge die Seele ewig ruhen.

"Der menschliche Abgrund ist nur auf eine Zahl ausgerichtet: sechshundertsechsundsechzig"

 

                                                            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

. Ein neuer Meister der dunklen Mysterien?

Nachdem seit dem Beginn unseres Jahrhunderts sich alle satanistischen und sexualmagischen Bewegungen an der Gestalt von Aleister Crowley orientierten oder sich von diesem Leitbild des modernen Satanismus abzusetzten suchten, erstand dem in den letzten Jahrzehnten in Kalifornien in der Gestalt von Anton Szandor LaVey eine ähnliche Kristallisationsfigur für satanistische Sehnsüchte und schwarzmagischen Allmachtswahn. Die " Satanic Bible", die Satansbibel, von LaVey erfreut sich grosser Beliebtheit unter rebellischen jungen Leuten, unter Modeatheisten und Mystikern des Negativen und ersetzt in seiner Mischung von schwarzem Geheimnis, dunkler Wundersucht, sadistischen Ethos, pervertierten Ehrfurcht und ritualisiertem Hass vollgültig das Liber Al vel legis von Aleister Crowley. Wen wundert`s, dass LaVey auch in der Schweiz seine kleine, aber engagierte Fangemeinde findet.

 

2. Das Kind und die Gewalt

Anton Szandor LaVey, l93O in den USA geboren, hatte elsässische, georgische und rumänische Vorfahren. l942, als l2 Jähriger, mitten im zweiten Weltkrieg, interessierte er sich leidenschaftlicht für Kriegsspielzzeug, Kriegsberichte und Kriegsspiele. Die Christen sprachen von den Sanftmütigen, die die Welt regieren würden. Der junge LaVey wurde durch seine Spiele und durch die Zeitungen eines Besseren belehrt: Nur der Starke erobert die Welt. Wehe dem Schwächling, der unterliegt. In der Highschool fühlte sich LaVey nicht wohl. Sein Interesse galt der Musik und allen möglichen okkulten und quasiokkulten Geheimnissen. Sein musikalisches Talent war offenkundig: LaVey wurde in jungen Jahren zweiter Oboist im San Francisco Ballet.

 

3. Vom Dompteur zum Kriminalfotographen

Als er die Mittelschule vorzeitig verliess, wurde er Tierwärter für Raubtiere im Clyde Beatty Zirkus. Der Direktor erkannte bald, dass LaVey mit Geschick mit den Raubkatzen umging und beförderte ihn zum Hilfsdompteur. Als der Key-Board-Spieler des Zirkus einmal ausfiel, sprang LaVey ein und vertrat den Musiker als Autodidakt so gekonnt, dass der Direktor ihn auch noch zum Zirkusmusiker ernannte.

Mit l8 verliess er den Zirkus und fand Arbeit in einer Jahrmarkbude. Hier assistierte er bei einem Zauberkünstler und liess sich in alle Tricks des Metiers einführen. Daneben spielte er, wo immer er gerufen wurde, Klavier, Key-Board und Orgel. Hie und da spielte er auch in Kirchen. Aber dies war nie seine Welt.

Mit seltsamer Genugtuung erkannte er die wilden, lüsternen Jahrmarktsbesucher vom Samstagabend mit frommen Gesicht am Sonntagmorgen im Gottesdienst. Wenn das nicht Heuchelei war. Diese andächtigen Kirchenbesucher werden sich, wenn sie den Organisten auf der Orgelbank erkannten, wahrscheinlich dasselbe gedacht haben.

Mit 2l heiratete LaVey und suchte sich einen "anständigen Beruf." Er wurde Photograph bei Polizei in San Francisco und musste von nun an mit seiner Kamera zahllose Opfer von Gewaltverbrechen im Bild festhalten. "Ich sah die blutigste, schrecklichste Seite des menschlichen Lebens," bemerkte LaVey später zu seiner Arbeit als Kriminalfotograf. " Es war degoutierend und deprimierend. Ich fragte mich: Wo ist Gott? Ich begann die frömmlerische Haltung der Menschen gegenüber der Gewalt zu verachten, die immer wieder sagten: Es ist Gottes Wille" (The Satanic Bible, Avon Books 1969, s. 13).

 

4. Vom magischen Club zur Satanskirche

Nach drei Jahren als Kriminalfotograf wurde LaVey wieder Organist, diesmal in Nachtclubs und Varietes. In seiner Freizeit studierte er mit Leidenschaft alle möglichen okkulten Fragen: Werwölfe, Vampire, Träume, Geistererscheinungen, magische Zeremonien. Das Gelernte präsentierte er einem faszinierten Publikum. Allmählich sammelte sich - als Kern der späteren Satanskirche - ein "magischer Kreis ", eine Gruppe von Okkultismusfreaks um den Okkultismusexperten LaVey.

Dieser Club praktizierte mit dem Meister schwarze Rituale.

LaVey besass eine reiche okkulte Bibliothek mit Werken, die angeblich dem mittelalterlichen Tempelorden entstammten, mit der Literatur des Golden Dawn und des Hell-Fire Clubs aus dem England des l8. und l9.Jahrhundert, und mit Werken aus der Feder der französischen Satanisten. Diese okkulte Literatur diente ihm nicht nur als Vorlage für seine Rituale. Er änderte bewusst ab und deutete um. Hatten die bisherigen Satanisten der christlichen Kirche und dem Gott der Christen den Teufel als personifizierter dunkler Wesenheit und Antigottheit gegenübergestellt, so dachte und denkt LaVey nie an einen Teufel als Person, als personifiziertes Unwesen.

Für LaVey ist der Teufel eine die Welt bestimmende dunkle Kraft, die weder die Wissenschaft noch die Religion erklären konnte. Der Teufel ist "der Geist des Fortschritts. Er inspiriert alle grosse Bewegungen, die zur Entwicklung der menschlichen Zivilisation und zum Fortschritt der Menschheit beitragen. Er ist der Geist des Protests, der in die Freiheit führt. Er verkörpert alle Irrlehren, die den Menschen befreien" (ebd.). In der Walpurgisnacht l966 - der Nacht auf den l.Mai - rasierte sich LaVey in einer Zeremonie seinen Kopf - und gründete die Church of Satan, die Kirche Satans.

 

5. Die Rituale der Satanskirche und der okkulte Film

Das neue Aussehen des Meisters entsprach angeblich altem satanistischen Brauch. In jedem Fall aber entsprach mit seinem kahlen Kopf und seinen dunkeln "Schlitzaugen"und seinem Bärtchen ganz dem Bild, das man sich von einem Teufelsknecht macht. Als Kleidung bevorzugte er demonstrativ den schwarzen Kragen mit weissem Rand des katholischen Priesters. Vom Fuss bis zum Hals wirkte er wie ein Priester, darüber wie der Teufel. Genau auf diese Mischung hatte er es abgesehen. Bewusst nannte er seine neue Organisation "Kirche". Das bringt in den USA nicht nur steuerliche Vorteile. Er gewann damit auch soziale Privilegien. Als Kirche konnte die Fangemeinde von LaVey mit ihren Ritualen christliche Zeremonien ersetzen. Die christlichen Kirchen sind nach LaVeys Empfinden lustfeindlich und dem klaren Denken abhold. Die Satanskirche will nun Rituale anbieten, die die fleischlichen Wünsche des Menschen nicht verleugnen, sondern bejahen und den Geist nicht zurückbinden, sondern beflügeln. Satanistische Hochzeitszeremonien werden zum Fest der Sexualtität. Satanistische Totenrituale verbannen - dies wenigstens ist ihr erklärtes Ziel - alle Heuchelei vom Grab des Verstorbenen. Liebeszauber, in der Kirche praktiziert, hilft den Menschen, das Ziel ihrer sexuellen Wünsche zu erreichen. Zerstörungsrituale befördern den Sieg über Feinde. Manche dieser Riten, öffentlich gefeiert, erregten gewaltiges Aufsehen in der nationalen und internationalen Presse. Eine Aufnahme aus einem Hochzeitsritual zeigte eine nackte Frau, halb bedeckt mit einem Leopardenfell, die LaVey während des Rituals als Altar diente. Das Bild wurde in vielen Zeitschriften publiziert und machte die Kirche Satans zum Presseereignis. LaVey genoss seine Berühmtheit. Der Presse und dem Wunsch der geängstigen Massen zuliebe stürzte er sich ab und zu bei Ritualen in eine ausgesprochene Teufelskluft und setzte sich Masken und Hörner auf. Dies tat er, der nicht an das personifizierte Böse glaubte, weil "Menschen Rituale mit Symbolen....... brauchen" (a.a.O. s. 15). Durch seine Freude am schwarzen Ritual und satanischer Symbolik wurde LaVey auch zum Berater für Filmemacher mit quasiokkulten Ambitionen. In manchen Filmen, die den Teufel beschworen oder okkulte Riten einschlossen, war LaVey miteinbezogen. l969 spielte LaVey im Film des von Aleister Crowley inspirierten Kenneth Anger "Invokation of My Demon Brother" den Teufel. In der Satanskirche wurde der Satanismus telegen.. Film und Leben reichten sich die Hände.

 

6. Der Rückzug aus der Oeffentlichkeit

Die Medienpräsenz verband sich aber auch mit immer grösseren Schwierigkeiten. Der Tod von Jane Mansfield - sie war eine der ihm ergebensten "Hexen" unter den Liebhabern der dunklen Geheimnisse - belastete den Meister. Sie soll von einem Fluch beladen gestorben sein, die der Meister eigentlich einem ihrer Feinde zugedacht hatte. Magie funktioniert, wie schon Goethes "Zauberlehrling" zeigt, manchmal anders als erwartet.

Verschiedene kleiner Anfeindungen kamen dazu. Nachbarn beschwerten sich über den Löwen, den er sich als Haustier hielt. LaVey zog sich von der Oeffentlichkeit zurück und begann zu schreiben. Die Rituale überliess er seinen Jüngern, die sich nun überall auf der Welt in sog. Grottos der Satanskriche versammelten . Zu diesen Grottos hat jeder Zutritt, der gegen Bezahlung Mitglied der Satanskirche wird. Die Aufnahme in die Kirche muss nicht in Kalifornien erfolgen. Auch per Postanweisung kann man und kann frau Mitglied werden. Die Satanskirche entwickelt sich für LaVey, der dem Vernehmen nach immer wieder in Geldnöten steckt, zum Geschäft. Auch die Bücher tragen LaVey einiges ein. Das dritte Buch,"The Compleat Witch", in Amerika mässig erfolgreich, wurde in Italien zu einem Bestseller.

 

7. Philosophie der Satanskirche

Wofür steht der Satan, wenn er kein persönliches antigöttlliches Wesen ist? Live (leben) umgekehrt gelesen ergibt Evil (Böse). LaVey zeigt mit dieser Beobachtung, wie radikal er das Böse als Teil des Lebens versteht. Satan ist umgekehrtes, pervertiertes Leben. Diese Umkehrung ist nach LaVey Ueberzeugung vor allem dort nötig, wo das Leben heuchlerisch vergeistigt und von einer scheinheilig altruistischen Moral verdorben wird. Entdecke die Boshheit in Leben und in dir selbst und du wirst vom moralischen Dunst und der christlichen Heuchelei befreit. "Satan repräsentiert Rache, anstelle des die andere Backe Hinhaltens" (Fünftes satanistisches Prinzip, a.a.O. s. 25). "Satan repräsentiert den Menschen als anderes Tier, manchmal besser, meistens schlechter als alle jene, die auf vier Füssen laufen, weil er durch seine sog. "geistige und intellektuelle Entwicklung" zum gemeinsten aller Tiere wurde" (Siebtes satanistisches Prinzip, ebd.). "Satanismus ist eine radikal egoistische, brutale Philosophie" (Burton H. Wolfe in seiner Einführung zur "Satanic Bible", a.a.O. s. 18). Diese antichristliche Philosophie, im Teufel repräsentiert, war und ist nach LaVey der beste Verbündete der christliche Kirchen. Er hilft der christlichen Kirche, mit Teufelsängsten die Schäfchen in den eigenen Pferch zu treiben: "Satan war und ist der beste Freund, den die Kirche je hatte. Er sorgte während all dieser Jahre dafür, dass Kirche im Geschäft blieb" (Neuntes satanistisches Prinzip, a.a.O. s. 25).

 

8. Crowley und LaVey

Crowley war - nach allem was wir von ihm wissen - ein Genie des Negativen, ein drogensüchtiger Sexualneurotiker mit offenkundigen poetischem und demagogischen Talenten,

und mit eindeutig antichristlicher Grundrichtung. Das Frömmelei des Elternhauses hatte schon in frühen Jahren die satanistische Karriere des Sohnes vorgezeichnet.Vater und Mutter waren engagierte Mitglieder der Church of Brethern. Der Sohn, der die Frömmigkeit des Elternhauses nur als Heuchelei empfand, musste zwanghaft das Gegenteil dessen leben, was seine Eltern sich als gutes und frommes Leben für ihn ausgedacht hatten. LaVeys Liebe zu Negativen hat andere Wurzeln und andere Zielrichtung. LaVey lebte seine Liebe zum schwarzen Geheimnis als junger Mann in der Athmossphäre der Schaubuden und des Tingeltangels. Seine Liebe zur Gefahr führte ihn in die Raubtierkäfige und in die Zirkusluft. Seine okkulten Forschungen legte er gerne in der Oeffentlichkeit vor und seine Satanskirche florierte von allem Anfang an in der Welt der Filmemacher und Schauspieler. LaVey war als Satanspriester immer auch Okkultismusexperte der Filmindustrie. Beides ist nicht voneinander zu trennen. Crowley lebte Satanismus als persönlichen Wahn. LaVey inszeniert Satanismus wie eine Zirkusnummer.

 

9. Die satanistische Tragik

Jeder Satanismus wird früher oder später vom geheimnisvolle Gesetz eingeholt, dass ein Fluch zuletzt den trifft, der ihn ausspricht und das brutaler Egoismus den brutalen Egoisten zerstört. Crowley lebt kein einfaches Leben. Sukzessive Selbstzerstörung wie ein roter Faden seinen Lebenslauf. LaVey musste erfahren, wie aus dem Kreis seiner eigenen Familie sich eine satanistische Konkurrenzkirche, der Tempel of Seth, herauslöste, eine Kirche dies sich ungeschminkt nazisitscher Symbole bedient. Eine Art neue SS steht am Ende eines Weges, der sich den brutalen Egoismus verschrieb. Dass aber jede SS-Mystik in ihrer nekrophilen Hemmungslosigkeit am Ende sich selbst zerstört. ist sattsam bekannt. Satanisten möchten mit ihrer schwarzen Mystik Menschen zum wahren Leben befreien. Aber ihr wahres Leben kann niemanden beglücken. Negation kann nie zu echter Position werden. Aus einem blossen Nein heraus kann kein Menschsein gelingen.

 

  
 

Die Geschichte Satans

Die Kirche Satans wurde von Anton Szandor La Vey am 30.04.1966 erschaffen. Er schor sich seinen Kopf kahl und wußte, das er bald die Aufmerksamkeit der Menschheit auf sich ziehen würde. Manche Leute sehen in Satan das Böse dieser Erde obwohl die meisten nur deshalb Angstgefühle gegenüber Satan entwickeln, weil sie entweder die genaue Geschichte Satans nicht kennen, oder von übertriebenen Medien beeinflußt werden. Anton Szandor La Vey philosophierte auch über Satan Bücher wie "Die satanische Bibel", "Die satanische Rituale" oder "Die satanische Hexe" gibt es überall zu kaufen. Wer sich ernsthaft für satanistische Rituale interessiert, sollte sich diese Bücher zu Rate ziehen. Das Hindernis allerdings, ist das diese Bücher nur in englischer Sprache erhältlich sind.

 

Die Gebote Satans

Es gibt folgende Gebote, die in der satanischen Bibel aufgeführt sind:

  1. Satan repräsentiert Hingabe statt Enthaltsamkeit.
  2. Satan repräsentiert vitale Existenz statt spiritueller Hirngespinste.
  3. Satan repräsentiert reine Weisheit statt heuchlerischer Selbsttäuschung.
  4. Satan repräsentiert Güte gegenüber denen, die sie verdienen, statt an Undankbare verschwendetet Liebe.
  5. Satan repräsentiert Vergeltung statt Darbieten der anderen Wange.
  6. Satan repräsentiert Verantwortung gegenüber Verantwortungsbewußten statt Sorge um psychische Vampire.
  7. Satan repräsentiert den Menschen als bloß ein anderes Tier - manchmal besser, meistens schlechter als vierbeinigen - das durch seine "göttliche spirituelle und intellektuelle Entwicklung" zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.
  8. Satan repräsentiert alle der sogenannten Sünden, da sie alle zur körperlichen, geistigen und emotionalen Genugtuung führen.
  9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals hatte, da er sie über all die Jahre im Geschäft gehalten hat.

Es gibt noch weiter elf satanische Regeln. Diese wurden damals als freimütig und brutal angesehen und darum wurden sie nur an Mitglieder ausgegeben. Hier ist das Lex Stanicus, das Gesetz des Dschungels sozialer Wechselwirkungen.

  1. Gib keine Stellungnahmen oder Ratschläge, wenn du nicht gefragt wirst.
  2. Erzähle deine Sorgen nicht anderen, wenn du nicht sicher bist, daß sie, sie hören wollen.
  3. In jemandes anderen Heim erweise ihm Respekt, ansonsten betritt es nicht.
  4. Wenn dich ein Gast in deinem Heim belästigt, behandele ihn grausam und ohne Gnade.
  5. Unternimm keinen sexuellen Verstoß, solange du nicht entsprechende Signale bekommen hast.
  6. Nimm nichts an dich was dir nicht gehört, außer es ist eine Bürde für den anderen und er schreit danach, entlastet zu werden.
  7. Erkenne die Macht der Magie an ,wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deinen Wünschen zum Erfolg zu verhelfen. Wenn du die Macht der Magie verleugnest, nachdem du sie mit Erfolg beschworen hast, wirst du alles verlieren, was du erreicht hast.
  8. Beschwere dich nicht über etwas, dem du dich nicht selbst aussetzen mußt.
  9. Füge Kindern keinen Schaden zu.
  10. Töte keine nichtmenschlichen Tiere, außer du wirst angegriffen oder zu Nahrungszwecken.
  11. Wenn du auf offenem Grund unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. Wenn er nicht aufhört, vernichte ihn.

 

Diese Abbildungen zeigen okkulte und satani-stische Schmuck- und Schutzsymbole, die als Ohr-, Hals-, Ringschmuck und Anhänger im okkulten Kunsthandwerk wieder angeboten werden.

 

1. Das magische Auge, ein uraltes ägyptisches Symbol, Satansauge in der Spitze der Pyramide (in der Ein-Dollar-Note), Zeichen der Illuminati (Hochgradfreimaurerei). 2. Das Ziegenkopfpentagramm zusammen mit Abbildung 3, das Fünfsternpentagramm im Kreis, dient als religiöses Hauptsymbol (Gegenwart Satans) für schwarze Messen. 4. Abwehr Amulett aus Büffelhorn gegen bösen Blick, auch als indianischer Schutz-zauber. 5. Medallionamulett, Schutz und Abwehrzauber mit Druidenfußstern; wird auch als Davidstern ohne Zussatzzeichen verwendet. 6. Das theosophische Okkult-Symbol, zeigt die Herrschaft der alten Schlange Satan, mit Druidenfußstern, ägyptischen Ankhkreuz und Swastika (Hakenkreuz) 7. Altkretisches Doppelaxtsymbol mit Kultschleife, gilt als Kriegssymbol und kultisches Symbol für Schlachtopfer, wird auch in der Freimaurerei verwendet. 8. Das Abraxas: Abrasax, magisches Zauber-symbol, in der Zauberei und Magie verwendet werden, Amulett. 9. Ankh, ägyptisches Schleifenkreuz, Symbol für Befruchtung der Erde durch die Sonne, gilt für Leben; Symbol für Schlüssel, der das Totenreich aufschließt. 10. Mandalasymbol, (buddhistisch) göttliches Schutz- und Verbindungssymbol in der Meditation. 11. Astrologisches Krankheitsamulett, altes Schutz und Abwehramulett. 12. Chinesisches Horoskop und Schutzamulett, gilt als Glücksbringer. 13. Sonnenamulett, Energie und Kraftsymbol, Lebensschutz. 14. Abracadabra Amulett, magisches Zauberei und Hexensymbol. 15. Swastika - Hakenkreuz, buddhistisches Glücksbringer und Heilsymbol gilt auch als Paradiesschlüssel, Sonnenrad, der Hammer Thors; Gewaltsymbol der Neonazis und Punker. 16. Yin und Yang, Gut und Böse im Einklang, Licht und Finsternis, Positiv und Negativ in eins, esoterisches Kultsymbol. 17. Das Nero oder Friedenskreuz, (Peacesymbol) Hahnenfußsymbol im Satanismus, das Antikreuz gilt als Siegeskreuz über Christen. Das Tragen okkulter Abzeichen und Amulette öffnet den Mächten der Finsternis die Türen zur Wirksamkeit und führt zu okkulten Bindungen!

 

Der "Temple of Set"


Er wurde 1975 von ehemaligen Mitgliedern der Church of Satan ins Leben gerufen. Dies trennten sich zuvor nach einigen Meinungsverschiedenheiten im Streit von der Church of Satan, und schlossen sich im Temple of Set zusammen. Der Tempel of Set unterscheidet sich jedoch inhaltlich von der Church of Satan deutlich. Zwar wurden einige Inhalte der Church of Satan übernommen , dennoch stößt man hier auf zwei völlig unterschiedliche "Denk"modelle. Der Anhänger des Temple of Set betrachten Satan durchaus als eine Art metaphysisches Wesen , Energie oder Daseinsform, welche eine empfindende Existenz aufweist. Hier wird wohl schon ein deutlicher Unterschied zur Church of Satan sichtbar ! Aleister Crowley verkündete mit seinem Horus, welcher Teil Sets sei, als erste Person der Neuzeit das Wort Sets. Das Horus-Äon wurde 1966 mit der Gründung der Church of Satan vom Äon Satans abgelöst, dieses wiederum wurde 1975 vom Äon Sets abgelöst. Diese Geschehnisse sollen Aleister Crowley schon von einem Wesen in Verschlüsselter Form mitgeteilt worden sein. Crowley selbst konnte dieses " Wirrwarr " aus Zahlen und Worten nicht deuten - jedoch solle zu gegebener Zeit einmal ein Mensch kommen, welcher diese Zeilen entschlüsseln könne. Dies geschah nach eigenen Angaben dann durch Michael A. Aquino - Gründer und langjähriger "Kopf" des Temple of Set. Auch in den Lehren des Temple of Set stoßen wir wieder auf einen für Satanismus eher typischen Punkt - die Höherpolung des eigenen Seins bis hin zur Selbstvergottung. Xeper (in etwa mit "Werden" zu übersetzen) stellt somit einen Kernpunkt des Temple of Set dar. Der Temple of Set tritt mit den Inhalten seiner Lehren nur bedingt an die Öffentlichkeit, somit möchte ich nun auch nicht weiter hierauf eingehen. Wer Interesse hieran hat, kann bei mir Links zu den offiziellen Seiten des Temple of Set finden !

 

Satanismus in der Rockmusik

 

 

Die Phänomene

 

Seit Anfang der 80er Jahre finden sich immer mehr satanistische Praktiken in der Rockmusik. Das sogenannte Heavy Metal hat sich aus dem Hard Rock herausentwickelt. Die satanistischen Spielarten sind: Death Metal, Doom Metal und vor allem Black Metal bei dem es am deutlichsten hervor tritt.Viele Bands weisen schon mit ihrem Namen auf die satanistischen Praktiken hin. Zum Beispiel: Deicide, Judas Priest, Black Sabath, Venom, Paradise Lost, KISS, Darkthrone und viele andere. Dabei werden oft christliche Begriffe gewählt, wie Ministry, Cathedral, The Almighty, und auch in den satanistischen Songtiteln, wie Devil’s Child, Satan’s Fall, The Antichrist, Songs of Satan, The Number of the Beast. Oft werden Verbindungen mit Gewalt gesucht: Mayhem, Poison, Slayer, Iron Maiden, Destruction, Pro Pain, Violence, und viele andere.

 

Auf der Bühne werden Konzerte oft als Kultrituale dargestellt. Umgedrehte Kreuze und Pentagramme sind da viel zu sehen. Auf den Plattencovern und in den Videos geht es noch schlimmer zu: Da werden Schreckgestalten dargestellt und die ganze Welt verdreht, Opfer, Messen usw. .Der Satanismus in der Rockmusik als solches findet aber immer mehr Publikum und wird auch immer populärer.

Black Metal

Es gibt Rockmusikgruppen, die nicht nur durch ihr Aussehen und ihre Aktionen auf der Bühne dem Zuhörer das Satanische vermitteln, sondern besonders auch in ihren Texten. Die Szene, zu der diese Gruppen gehören, nennt man "Black Metal". Sogar auf Einladungszetteln dieser Gruppen findet man solche satanische Botschaften. Man weiß nicht, ob oder inwieweit diese Konzerte die Zuhörer und Zuschauer beeinflussen. Viele sagen, dass sie die Texte nicht interessieren, aber es gibt Fälle, die zeigen, dass die Inhalte der Texte manche Jugendliche direkt beeinflussen. Darum sind negative Einflüsse an Jugendliche, die sich noch entwickeln, nicht auszuschließen. Manche Rockgruppen wollen auch durch das sogenannte "Backward-Masking" erreichen, dass ihre Zuhörer die satanischen Texte mitbekommen. Allerdings ist nicht bekannt , ob diese Methode Erfolg hat.

1.1 Die verschiedenen Musikgruppen


Es gibt eine Reihe von Musikgruppen die die Musikgeschichte wesentlich beeinflußt haben. Einen Konkreten Anfangspunkt der Hevymetalmusik gibt es wie bei allen Musikrichtungen nicht. Ein ungefähren Anfang kann man mit Black Sabbath Anfang der 70er Jahre datieren.Hier noch einige wichtigste Vertreter:
Iron Maiden, AC/DC, Venom, Slayer, Judas Priest
Natürlich steht die Musik und deren Vertreter auch im Zentrum des Geschehens, allerdings liegt der Schwerpunkt des nachfolgenden Textes auf der Betrachtung der Rezipienten - der Jungendlichen.

1.2 Rückwärts abgespielte Musik


Dem Sänger von Led Zeppelin werden direkte Anleihen von Aleister Crowley nachgesagt, dessen Haus er besitzen soll. In dem Lied "Stairway to Heaven" sollen versteckte satanische Botschaften hörbar sein, wenn man das Lied rückwärts hört. Der Text soll lauten:
"Listen, I will sing, because I live with Satan, turn me up, serve me, there is no escaping it with Satan, if we go to live with Satan, Master Satan"
Ob dies nun tatsächlich Stimmt (ein Selbstversuch brachte nur sehr zweifelhafte Ergebnisse), oder ob durch derartige Verschüsselungen geheime Botschaften transportiert werden, ist zumindest in Frage zu stellen.

Satansmusik

Die Metal-Musik (Heavy, Trash, Death) ist bekanntermassen als Satansmusik bekannt. Allerdings sei gesagt, dass nur etwa 10% aller Lieder und Band wirklich satanistisch sind. In der Schweiz wurde vor allem die Zuger Band "Messiah" durch ihre satanistischen Texte bekannt. Die Band "Samael" aus Sitten musste sogar eine CD zurückziehen lassen.

Allerdings ist die These falsch, dass diese Musik zum Satanismus führen soll. Währe das so, wäre diese Musik verboten. Aber die Realität zeigt, dass man die Heavy-CD’s an allen Lokalen kaufen kann. Auch wenn einige Lieder das Wort "Satan" beinhalten, heisst das gar nichts. Als Beispiel die Band "Iron Maiden", die mit ihrem Song "Seventh Son of a seventh Son" in die Schlagzeilen geriet. In diese Song wird von einer Sage berichtet, die sagt, der siebte Sohn des siebten Sohnes sei der Teufel. Hier wird eine Sage, eine Geschichte erzählt, hat aber mit Satanismus nichts zu tun. Die echten Satanbands befinden sich eher in Richtung "Death Metal" wie zum Beispiel die Band "Tankart", die in einem Song sagt: "Ich kaufe ein T-Shirt, auf dem steht: "Ich scheisse auf Chr...., ich bete zum Antichristen".". Auch das weltbekannte Lied "666-Number of the beast" hat mit Satanismus nichts zu tun. Hier wird nur berichtet, dass der Teufel die Nummer 666 hat. Zum Satanismus wird nicht verführt. Es ist allgemein so, dass das Thema "Satanismus" in Liedern out ist. Früher hatte man das auf Schallplatten, die man rückwärts drehen musste, um den Text zu hören. Bei CD’s ist das nicht möglich. Nur wenige Bands wagen sich dann, satanistische Texte zu veröffentlichen, da die Bussen sehr hoch sind. Und das Satanslied "Ballad of Jesus" von "Messiah" ist so undeutlich gesungen, dass man kein einziges Wort versteht.

 

 

 

 

 

 



Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!