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VAMPIRE

 

                                                
  
 

Bereits in früheren Jahrhunderten wurde sich mit dem Thema
"Vampir" auseinandergesetzt. Beispielsweise Charles Nodier (1780 - 1844), ein Märchendichter,
traf folgende Aussagen zum Wesen des Vampirs: Die frühere französische Bezeichnung für Vampir
war "un homme de bien" - Mensch des Guten - , was folgende Rückschlüsse auf die Charaktere
zuläßt: sanft, gastlich, großzügig; seine Seele gar wolle "nichts anderes [...] als lieben". "Häufig ist
er das Vorbild und der Berater seines Stammes, sein Richter oder sein Dichter."
Auch der Schriftsteller Alexej Tolstoi (1817 - 1875) stellte Ergebnisse dar, die mit der heutigen
Meinung nichts gemein haben: Vampire sind Wesen, die einer mächtigen Familie entstammen. Ihre
Energie ist schon zu Lebzeiten sehr groß. Nach ihrem Tod besuchen sie ihre "nächsten Verwandten
und Freunde" und machen diese auch zu Vampiren. Tolstoi sieht die Triebfeder des Volkes der
Nacht nicht in Blutrünstigkeit und roher Gewalt, sondern im Wunsch, all seine Lieben stets bei sich
zu haben.


 

WARUM ABER GILT DANN DER VAMPIR ALS BLUTRÜNSTIGES MONSTRUM?


1. Angst der Menschen vor dem Tod und dem Danach.
2. Vampire können keinen Nachwuchs bekommen. Deshalb suchen sie sich diesen von den
 Lebenden aus. Dann natürlich die besonders Jungen, Schönen und Starken, was den
 "Verschmähten" schwer fällt zu ertragen.
3. Herleitungsfehler des Wortes "Vampir":
 - stammt vom slawischen "Upyr" ab
 - oft fälschlicherweise vom Verb "pit" (= trinken) abgeleitet > Vampire haben also
nichts    anderes im Kopf, als zu trinken, Blut zu trinken
 -> HEUTE: vom griechischen "Opyr" abgeleitet   = "fliegendes Wesen"


 

DOCH WIE WIRD MAN EIGENTLICH EIN VAMPIR?


Mit dem bloßen Biß alleine ist es noch lange nicht getan - da gehört schon mehr dazu, vorallem
Feingefühl...
Also als erstes beißt der Vampir sein Opfer und trinkt dessen Blut und zwar soviel, daß das Herz
fast aufhört zu schlagen. Der Vampir muß genau den Moment abpassen, indem seinem Opfer das
Herz mit einem letzten erbitterten Schlag fast (Feingefühl!!!) stehenbleibt. Exakt in diesem Moment
muß dann das Opfer das Blut des Vampirs trinken.
Ist alles geglückt, beginnt die Wandlung der "Jungvampirs": Die Haut wird glatt und schimmernd
wie Marmor, das Haupthaar wird wallend und seidig, alle Sinne schärfen sich - und das wichtigste:
das Gebiß wird kräftiger.
Nach ein paar Tagen Schlaf ist die Wandlung dann vollendet und der Vampir bereit für seinen
ersten Auftritt.


 

ZUM ABSCHLUSS NOCH EINIGE STICHWÖRTER:


Einige wichtige Personen, die unbedingt genannt werden sollten!
 Elisabeth Báthory (1560 - 1614), auch "Blutgräfin" oder "Comtesse des Grauens" genannt,
entwickelte eine ganz besondere Art der Schönheitspflege: sie lockte unzählige junge Frauen zu ihr
auf die Burg, bracht sie um und badete dann in ihrem Blut, in der Hoffnung, dadurch ihre Schönheit
bewahren zu können und vor dem Verfall zu schützen. Der Traum der ewigen Jugend wurde
zerstört als man ihr auf die Schliche kam. Man mauerte sie in ihrem eigenen Schlafzimmer des
Schreckens ein, wo sie schließlich auch verstarb.
 Augustine Calmet (1672 - 1757) war ein französischer Benediktinerabt und ist als erster
Experte im Gebiet Vampirismus zu nennen. Er verfaßte das Buch "Verhandlung und Erläuterung
der Materi, von Erscheinungen der Geisteren, und der sogenannten Vampiren, oder
zurückgekommenen Verstorbenen", welches 1746 erschien und zu den Standardwerken seiner Zeit
zählte. In seinem Werk geht er dem Phänomen Vampir anhand vieler haarsträubender Fälle von
Vampirismus auf den Grund.
 Peter Kürten (1883 - 1931) ging als "Vampir von Düsseldorf" in die Geschichte ein. Um
seinen unersättlichen Durst nach Blut zu stillen, schlitzte er über 30 Menschen den Hals auf und
trank ihr Blut. Seine Frau zeigte ihn an, als sie davon erfuhr, woraufhin Kürten zum Tode verurteilt
und hingerichtet wurde.


 

Andere Stichworte im Zusammenhang:

Nebel ist nicht nur eine Wettererscheinung! Ein Vampir ist in der Lage, sich in Nebel aufzulösen,
um so durch kleinste Ritzen in Tür oder Fenster eindringen oder verschwinden zu können.
Obayifo (bayi = Zauberer) ist das afrikanische Wort für Vampir, zumindest bei den Aschanti. Diese
Obayifo besitzen die gleichen Fähigkeiten wie "unserer" Vampir auch, allerdings stehen sie auch auf
Planzen, mit dem Ergebnis, daß sie im Heißhunger ganze Ernten vernichten.
Pfählen gilt als sicherste Methode Vampire unschädlich zu machen. Ein hölzerner Pflock mit einem
spitzen Ende wird unter Nutzung eines Hammers dem Vampir mitten durchs Herz geschlagen.
Früher brachte man solche Pfähle sogar an die Innenseite des Sarges an, damit der Vampir gar nicht
erst aus dem Sarg rauskam.
Transsylvanien liegt in Siebenbürgen (altdt. Rumänien), ist lateinisch und heißt "Land jenseits des
Waldes". 
    
 

 Wir alle kennen sie – doch wir wissen nur weniges über die Vampire. Was ist wirklich daran, am Dracula-Mythos? Zuerst ein paar Merkmale der Vampire:

  • Sie schlafen immer am Tag in einem Sarg und sind Nachtaktiv.
  • Das Tageslicht tötet sie.
  • Sie leben vom Blut ihrer Opfer.
  • Bei einem Vampirbiss wird man selber auch zum Vampir.
  • Vampire leben ewigs.
  • Sie hassen Weihwasser, das Kruzifix und die Kirche.
  • Sie können nur durch Tageslicht oder einen Pfahl mitten durch’s Herz getötet werden.
  • Vampire haben kein Spiegelbild.
  • Sie hassen Knoblauch.
  • Typisch: Die langen Schneidezähne zum Blutsaugen.

Irgendwas muss der Vampir-Mythos haben. Denn es gibt ihn schon seit Jahrhunderten und er ist noch immer topaktuell. Stephen King schilderte in seinem Buch "Brennen muss Salem", wie ein einziger Vampir eine ganze Stadt ausrottet. Der Film "Interview mit einem Vampir" zeigt uns das Leben der Vampire selber. Es gibt nur zwei Fragen: Wie ist der erste Vampir entstanden? Und: Wieso gibt es angeblich keine Vampire in der Realität? Oder gibt es sie doch?

Vampire haben mit dem Satan nichts zu tun. Sie sind lediglich Untote, die nichts von Gott halten und nur dadurch leben können, andere Menschen zu beissen und diese wiederum zu Vampiren zu machen. Eigentlich eine sehr tückische Gestalt mit vielen Stärken – aber auch mit ihren Schwächen. Die grossen Vorteile sind sicher die Unsterblichkeit, die Tatsache, dass sie kein Spiegelbild haben und der Fakt, dass sie sich sehr schnell vermehren können. Nachteilte: Das Tageslicht tötet sie, sie können leicht durch Weihwasser, Pfähle etc. während dem Schlaf im Tag getötet werden.

Doch trotzdem: Woher kommt der Mythos vom Vampir? Es ist klar, dass er sehr alt ist. "Dracula" war sicherlich nicht der erste Vampir. Es gab diese schon im frühen Mittelalter! Ich denke, man sollte deren Ursprung in den schottischen Highlands suchen, wo es ebenfalls Werwölfe gibt! In diesen Gegenden spukt es sehr oft und die Leute haben sich wahrscheinlich selbst den Vampir-Mythos erdichtet und bei nächtlichen Geisterstunden von Generation zu Generation weitergegeben. Bald entwickelten sich die Vampire als ein vom Menschen geschaffenes Ungeheuer in deren Verstand. Jahrhunderte später wurden sie zum Thema von Büchern und dadurch weltberühmt.

Ein Vampir verkörpert in sich die ganze menschliche Abscheu vor dem Bösen. Er ist hinterlistig (man kann ihn zum Beispiel nicht im Spiegel sehen) und er ist clever! Er klopft in der Nacht ans Fenster und kann nur hjneinkommen, wenn man ihn hineinlässt (er kann nicht einbrechen). Dies benötigt viel Cleverness, die den Vampiren nicht nur zu einem gewaltsamen, sondern auch zu einem klugen Geschöpf macht. Genau vor dem hat der Mensch Angst. Alle anderen Monstren (zB. Werwölfe) sind dumm und können von uns überlistet werden. Nicht aber der Vampir, denn er ist selber ein Mensch und hat einen Verstand! Ausserdem können Vampire sehr alt werden und haben dadurch viel Lebenserfahrung. Kurz: Ein Vampir ist das schlimmste Monstrum, das sich der Mensch vorstellen kann.

Doch: Es gibt ihn nicht, den Vampiren. Er existiert (glücklicherweise) nur in unserer Fantasie. Aber doch könnte es ihn geben. Genau wie Nessie von Loch Ness. Und wer spätestens das Buch "Brennen muss Salem" gelesen hat, setzt sich mit der Existenz dieser Wesen doch auseinander. Irgendwoh in den schottischen Highlands ertönt schon ein hohen Geheule....



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