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Blackmetal

Blackmetal ist eine Abweichung des traditoinellen Heavy oder Truemetal, welche hauptsäch auf schnelle, harte Drummarbeit, dunkle Bässe und "Killer" Riffs basiert. Im Allgemeinen klingt die Musik dann sehr düster und der aggressieve Rhythmus wird noch gelegentlich durch einige treibende Melodien oder Solie aufgefrischt. Unterstützt wird die Dunkelathmosphäre durch die schon fast gegröllten, dumpfen Vocals, die oft so verzerrt sind, dass nur noch einige Worte an den Versenden verständlich sind. Diese Worte haben dann meist etwas mit Terror, Angst, Brutalität, und da es sich hier um Blackmetal handelt, mit, wie sollte es anders sein, mit Satanismus oder Wikingkult zu tun. Dies wird auch schon auf den Covern deutlich. Während es vor einigen Jahren nur wenige Blackmetalgruppen gab, ist bis heute ein deutlicher Anstieg zu bemerken.

Immer mehr Menschen fühlen sich nach Kaufstatistiken von der Musik und den Textinhalten angesprochen. Diese haben meist etwas Geheimnisvolles und Mysthisches an sich. Um nun konkret sagen zu können, wovon die Texte handeln, sind diese zu verschieden. Tatsache ist jedoch, dass sich die eine große Hälfte mit den alten Wikingergottheiten deren Heldentaten und all den anderen Mythen des alten nordischen Glaubens beschäftigen. Dies wird oftmals, neben den Texten von den Bildern, auf denen die Bandmitglieder in Wikingerkostüme gehült posieren, verdeutlicht. Dies ist auf weiter verwunderlich, da 95% aller Bands dieses Genres aus Schweden, Norwegen und Finnland kommen und der Glaube an diese Götter noch sehr lange Zeit verbreitet war. Den anderen großen Teil bilden die Schwarzmetaller, die eher auf satanistische Texte setzen. Deren Texte sind jedoch im Gegensatz zu den "Wiking" Texten, die zwar auch alles andrere als schön und anspruchsvoll sind, noch eintöniger.Denn wo die literarische Kunst der Textdichtung fehlt, wird flott und behände mit Gegröle und Gekreische ausgeholfen. Den harten Kern beider Seiten verbindet eigendlich nur eine einzige Sache: Hass auf das Christentum. So ist der Trupp der ganz Eingeschwohrenen auch entweder satanistisch oder heidnisch geworden. Da diese Leute auf sich aufmerksam machen möchten, zeigen, dass sie nicht zur Masse gehören, kleiden sich Schwarz ein. Nun reicht Manchen diese Art von Absonderung noch nicht aus. Sie wollen nämlich richtig viele Menschen auf sich aufmerksam machen. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, ist der norwegischen Szene in den letzten 2 Jahren ein mittlerweile weit verbreitetes Mittel eingefallen. Der "coolness Faktor 100" in der Szene ist nämlich Kirchenanzünden. So wurde allein in Norwegen in den letzten 2 Jahren an die 30 abgebrannten Kirchen auf das Konto der Blackmetal Szene geschrieben. Eine Band die in der Szene vor allem wegen der "Outdoor Aktivitäten" angesehen ist heißt "Emperor". Ihr Drummer hatte 1993 in Lillehammer einen Homosexuellen erstochen (ob er vorher von diesem belästigt worden war, ist bis heute nicht geklärt). Der Gitarrist der Band saß 2 Jahre lang im Gefäniss, da ihm ein Brandanschlag auf eine Kirche nachgewiesen werden konnte. Man sieht also, sich outen ist alles.

Der Name "Black Metal" bezieht sich auf die zweite LP der Gruppe "Venom" aus dem Jahr 1982, insofern kommt dieser Band auch für den heutigen Black Metal, der ein Subgenre des Heavy Metal darstellt, eine gewisse Bedeutung zu. Die ursprünglich satanistischen Inhalte der Black Metal-Bands der 80er Jahre wurden überlagert durch Endzeitthemen Mitte der 80er Jahre und mündete in den "Trash Metal", der gekennzeichnet ist durch Destruktion, Blasphemie, Perversion, Gewaltphantasien, Zerstörungswut. Anfang der 90er Jahre erscheint als neues Subgenre der Death-Metal mit dem dafür typischen kehlkopfkrebsartigen Gesang und den auf Baß heruntergestimmten Gitarren. Inhaltlich wird jetzt der Tod, Nekrophilie mit all ihren perversen Spielarten, aber auch der Satanismus thematisiert.

Als Beispiel dient der Text "Seven Churches", der Gruppe "Holly Hell by Possessed":

"heilige Hölle
heilige Hölle - tod für uns
satansfell unheilige lust
teufelswasser beginnt zu fluten
gott ist geschlachtet trinkt sein blut

der wirkliche glaube ist ganz nah
wir müssen in satans land gehen
raub des todes und schrei des lebens
sensenmanns atem wird neues leben hauchen

satans sohn ist neu geboren
dem tod verschworen
tage von hass und tage von schmerz
ewigkeit für satans herrschaft

endlose träume nachts
ewiger schlaf ewige angst
geschändete kreuze o schwarze messe
der satan regiert auch mich zuletzt

ganzer himmel ganze erde
du wirst deinen Gott treffen
angekettet in Folter schmerzgefesselt
wie ein Hund

böse tage böse nächte
schwarz wie der Tod sünderherzen herzen aus stein
sensenmanns atem

da war blut und schmerz
da war ekstase
gier nach magie hexengier
zauberei

spür die macht spür die glut
tief da unten
töte leute kille sie
nimm ihre seele

geschwärzte messen geschwärzte kreuze
ritual ab die köpfe kehlen durch
nimm den sündenfall auf dich."

Ein Beleg für das Vermischen in dem Bereich der Subgenres Death Metal und Black Metal mit den Inhalten bietet die Band "Asmodeus" Dort heißt es in einem ihrer Songs auszugsweise:

"du wanderst auf einen ruhigen weg und fandest die verspritzten reste
deine Gedanken wurden sinnlos
hier und da lagen teile von menschlichen körpern
der abartige gestank von ihnen ist das was du überall riechen konntest
ihre torsos waren zerbrochen und verstreut
die gehirne lagen auf dem boden und die augen waren das nächste was du fandest
und dann sahst du deinen spaß
ein brustknochen der zur sonne zeigte
jetzt hast du das gefühl alle bruchstücke platzen in deine vagina herein
"du kommst"
vergewaltige den tod und genieße den tödlichen Sex."

Weitere Bands haben die teilweise beziehungsreichen Namen: "Signum Salomonis", "Necrolust", "Cannibal Corpse", "Impaled Nazerene", "Sleeping Gods", "Mangled Torsos", "Crematory", "Katatonia" u.v.a.m.

Anfang der 90er Jahre erhält der "Black Metal" seine "zweite Luft" und ist, ideologisch verschärft gegenüber der ersten Black Metal-Welle, voll wieder im Geschäft. Diesmal (1992) übernehmen norwegische "Black Metal'er" die geistige Führerschaft, allen voran der damals 22jährige Varg Vikarnes von der Gruppe "Burzum", auch bekannt unter dem Titel "Greven" (der Graf). Er war Mitbegründer des "Inner Circle", einer militanten satanistischen Vereinigung von "Black-Metal-Musikern". Vikarnes ermordete aus Konkurrenzgründen den Satanisten und Black Metal-Musiker Oystein Aarseth, alias "Euronymus", der bis dato als Kopf des norwegischen Circles galt (s. die Reportage von Wolf Rüdiger Mühlmann im Göttinger Tageblatt "Satanismus und Musik", S. 25-27, 9.2.1995). Vikarnes mit seinem Pseudonym "Count Grishnackh" und anderen Mitgliedern des „Inner Circle" sind mittlerweile über 20 Kirchenbrände in Norwegen zur Last gelegt worden. Der "Graf" führt, obwohl zu lebenslanger Haft verurteilt, seine "Geschäfte" aus dem Knast weiter. Nicht nur Vikarnes, auch andere Black Metal'er mordeten, so z.B. der Schlagzeuger der Gruppe "Emperor", Bard G. Eithin, Pseudonym "Faust" in Lillehammer einen Homosexuellen. Bands, die laut Mühlmann dem norwegischen "Inner Circle"\ angehören heißen: "Burzum", "Dark Throne", "Immortal" und "Emperor".

Inzwischen soll sich, von den Norwegern beeinflußt, eine "German Black Metal Mafia" in Deutschland gegründet haben.

Als Black Metal-Bands zählen sich: "Acheron", "The Principle Of Evil Mad Flesh", "Bifrost", "Obscure", "Tiamat", "Cynic", "Abyssic Hate", "Ungod", "Black Funeral", "The Dark Regions", "Godkiller", "Dark Sanctuary", "Zephirous", "Funeral Moon" und v.m.

Eine weitere Beobachtung ist für diese Szene symptomatisch. Es tritt eine zunehmende Versektung der Bands ein, die neben ihren "Live-Gigs" als "Organisationsgründer" in Erscheinung treten. Die Gruppe "Acheron" kann dafür als Beleg dienen. In einem Interview mit einem Rock-Magazin bekannte Gitarrist Vincent Breeding, daß der Band-Leader von "Acheron" Vincent Crowley eine "Satans-Sekte" mit dem Namen "Order of the Evil Eye" als Unterabteilung der "Church of Satan" gegründet habe. Angeblich umfasse der weltweite Mitgliederbestand 5.000 (?) Personen. "Acheron" besingt auf der 1992 erschienenen CD "Rites of the Black Mass" das gesamte Ritual der "Schwarzen Messe" des Anton Szandor LaVey und seiner "Church of Satan".

Ein weitere Signifikanz für diesen Bereich liegt in der zunehmenden Kommerzialisierung. Verlage und Versender, wie z.B. "Nuclear Blast", "Alchemy"; aber auch EMP u.a. verkaufen neben CD's natürlich auch "Fan-Zines", Literatur, sonstige "Devotionalien", T-Shirt's, aber auch "Untergrund-Literatur", z.B. die Blätter "Nordic Vision" (Themenbereich: Skandinavischer Satanismus), "Chaos", "Immemorial", "Deo Occidi", "INFERNUS-The Second Blasphemie", usw. Es braucht keine ausgeprägte Phantasie, festzustellen, daß die Kommerzialisierung entscheidend zur Verbreitung satanistischen Gedankengutes beiträgt.

 



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